Kategorie-Archiv: News

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Ideen- und Gesprächsplattform für Dormagen

Dormagener Bürgerinnen und Bürger können sich nun bei wichtigen Entscheidungen der Stadt beteiligen und eigene Ideen und Vorstellungen einbringen. Künftig finden regelmäßige Bürgerforen in den verschiedenen Stadtteilen Dormagens statt. Dort werden aktuelle, von Verwaltung oder Bürgerschaft vorgeschlagene Themen angesprochen. Die Bürger können auf der neuen Beteiligungsplattform von wer|denkt|was ihre Vorschläge und Anregungen rund um die Uhr für ihre Stadt einbringen. Diese werden auf der interaktiven Onlineplattform gemeinschaftlich diskutiert und können durch Bürgerinnen und Bürger bewertet werden.

Die Beteiligung gestaltet sich dabei ganz einfach: Nach der Registrierung mit einer gültigen E-Mail-Adresse und Passwort kann man sofort loslegen. Bürgerinnen und Bürger, die bereits den Mängelmelder Dormagen nutzen, können ihr bestehendes Nutzerkonto verwenden.

Bürgermeister Erik Lierenfeld ist von der Relevanz des Angebotes überzeugt: Die aktive Bürgerbeteiligung gehöre zu einer modernen Demokratie dazu und biete zudem klugen Köpfen die Chance, wichtige Impulse für die Stadt zu geben.

 

wer denkt was auf der Messe "Moderner Staat"

wer denkt was auf der Messe „Moderner Staat“

Die wer denkt was GmbH war auch dieses Jahr als Experte für digitale Bürgerbeteiligung auf der Messe „Moderner Staat“ vom 2.-3. Dezember in Berlin vertreten, denn wo nachhaltige Strategien für den öffentlichen Dienst im Fokus stehen, gehört die Expertise unseres Unternehmens dazu.

Das junge Team präsentierte anhand einer Reihe von Best-Practice-Beispielen erprobte Lösungen für digitale Bürgerbeteiligung sowie für das moderne Anliegenmanagement („Mängelmelder“) – innovative Strategien die für Kommunen jeder Größe geeignet sind.

Moderner Staat, Imke Jung-KrohIm Rahmen des begleitenden Kongresses diskutierten Geschäftsführer Dr. Tobias Klug sowie Imke Jung-Kroh, Bürgerbeauftragte der Wissenschaftsstadt Darmstadt gemeinsam über den gleichberechtigten Zugang zu internetgestützten Anwendungen. Nachdem mit Blick auf einen offenen Zugang lange Zeit vor allem technische Hürden (digital divide) diskutiert wurden, sind inzwischen mehr als drei Viertel der Deutschen online. Trotzdem erreichen viele Angebote nur einen Bruchteil der Bevölkerung. So stellen Ungleichheiten in den Nutzungsgewohnheiten („digital inequality“) Barrieren im Zugang dar und müssen stärker berücksichtigt werden. Die Debatte um Inklusion und Teilhabe aller muss sich daher verstärkt mit der Frage auseinander setzen, wie Onlinedienste der öffentlichen Verwaltung an die Bürgerschaft heran- und in ihre Lebenswelt hinein getragen werden. So zeigt sich in der Praxis der Wissenschaftsstadt Darmstadt, dass die Bürgerschaft trotz Onlinezugang begleitende Offline-Elemente einfordert. Die Erfahrungen der Bürgerbeauftragten zeigen: Um Nutzungsklüfte zu überwinden, sind Besuche vor Ort ebenso wichtig wie niederschwellige Angebote und der persönliche Kontakt.

Darüber hinaus stand die interkommunale Zusammenarbeit sowie die Integration der 115-ServiceCenter bei der diesjährigen Messe im Fokus.

Foto: Martin Magunia; alle Rechte vorbehalten;

wer denkt was engagiert sich für kommunale Bürgerbeteiligung

An gleich zwei Veranstaltungen zur Entwicklung von Bürgerbeteiligung auf kommunaler Ebene konnte sich die wer denkt was GmbH in den letzten Wochen beteiligen: Das „Forum für Bürgerbeteiligforum2014_11ung und kommunale Demokratie“ der Stiftung Mitarbeit am letzten September-wochenende in Loccum widmete sich den
neuen Herausforderungen für die kommunale Bürgerbeteiligung auf verschiedenen Ebenen. Dabei wurden Fragen von Mitentscheidung und reiner Konsultation genauso erörtert, wie die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen über neue Medien. Neben den thematischen Workshops und guten Beispielen aus der Praxis war der Austausch der Beteiligten untereinander ein zentrales Element des Wochenendes. „Die verschiedenen Hintergründe der Akteure, vom engagierten Bürger über Verwaltungsmitarbeiter bis hin zum professionellen Prozessgestalter haben den interdisziplinären Austausch sforum2014_39ehr bereichert. Man nimmt von diesem Wochenende unglaublich viele gute Ansätze und Ideen mit“, resümiert unser Mitarbeiter Tobias Vaerst.

Nur einige Tage später war die wer denkt was GmbH am Netzwerktreffen Bürgerhaushalt der Bundeszentrale für politische Bildung und der Servicestelle Kommunen in der einen Welt beteiligt. Gastgeber des Treffens war die Wissenschaftsstadt Darmstadt und so stand natürlich auch das Darmstädter Bürgerhaushaltsverfahren, welches von wer denkt was begleitet und umgesetzt wird, auf der Agenda. Gemeinsam mit der Bürgerbeauftragten der Stadt Darmstadt Imke Jung-Kroh bot unsere Mitarbeiterin Theresa Steffens einen eigenen Workshop zum Thema „Inklusive BürgerhaushaFoto: Martin Magunia; alle Rechte vorbehalten;lte“ an, der insbesondere der Frage nachging, wie man über einen crossmedialen Ansatz möglichst viele Zielgruppen erreicht und für den Bürgerhaushalt und Beteiligungsthemen begeistern kann. In den  verschiedenen Arbeitsgruppen wurden verschiedene Herausforderungen wie die geringe Teilnehmerzahl und wiederkehrende Vorschläge diskutiert. Die kontinuierliche Weiterentwicklung der Verfahren ist dabei von großer Bedeutung. Gerade daher führt wer denkt was mit der Stadt Darmstadt Workshops zur Weiterentwicklung des Bürgerhaushalts in Darmstadt durch, an dem Bürgerinnen und Bürger direkt eingebunden werden. Im Rahmen des zweitägigen Treffens wurde auch die internationale Perspektive der Bürgerhaushalte in den Blick genommen, zum Beispiel durch den Austausch mit einer Delegation aus den palästinensischen Autonomiegebieten. Diese informierten sich bereits im Vorfeld bei einem Fachgespräch bei der Wissenschaftsstadt Darmstadt und der werFoto: Martin Magunia; alle Rechte vorbehalten; denkt was GmbH über das Darmstädter Verfahren.


Weiterführende Links:
Rückblick auf das Forum Bürgerbeteiligung der Stiftung Mitarbeit:
http://www.mitarbeit.de/forum2014.html

Rückblick auf das Netzwerktreffen Bürgerhaushalt:
http://www.service-one-world.com/buergerhaushalt/buergerhaushalt-nachlese_10_jahre_netzwerk.html

Bilder Forum Bürgerbeteiligung: Timo Jaster, Stiftung Mitarbeit
Bilder Netzwerktreffen Bürgerhaushalt: Martin Magunia