Schlagwort-Archiv: front

Rechte: J. Falldorf

Bremen: Mängelmelder für die Saubere Stadt

Ab sofort können Bremerinnen und Bremer Mängel im öffentlichen Raum über einen eigenen Mängelmelder unter https://bremen.mängelmelder.de bequem an die Stadtverwaltung melden. Nachdem im vergangenen Jahr aus der Bürgerschaft, insbesondere im Stadtteil Gröpelingen, heraus die App „Mängelmelder“ massiv beworben wurde, hat sich die Leitstelle „Saubere Stadt“ der Freien Hansestadt Bremen dazu entschlossen, den Mängelmelder als eigenes Kundensystem einzusetzen und damit eine noch effizientere Bearbeitung der Bürgermeldungen zu ermöglichen.

Don't mess with Gröpelingen (Gröpelingen Marketing e.V.)
Don’t mess with Gröpelingen
(Gröpelingen Marketing e.V.)

Hierzu wurden insbesondere die Kategorien angepasst, da die Zuständigkeiten im Bereich der Abfallentsorgung innerhalb der Stadt Bremen von mehreren Dienstleistern wahrgenommen werden. Mit dem angepassten Melde-Prozess können die Hinweise der Bürgerinnen und Bürger nun noch effizienter bearbeitet werden.

Die Freie Hansestadt Bremen ist bisher die größte Stadt, die den Mängelmelder der wer|denkt|was GmbH einsetzt.

titelbild

Erfolgreicher Start für Beteiligung in Bad Homburg

Am 24.08.2017 fiel der Startschuss für den Stadtdialog zum Integrierten Stadtentwicklungskonzept Bad Homburg 2030. Unter dem Titel „Wie soll sich Bad Homburg bis 2030 und darüber hinaus entwickeln?“ sind alle Bürgerinnen und Bürger nun zum Mitmachen eingeladen.

Die interaktive Informations- und Beteiligungsplattform der wer|denkt|was GmbH ist seitdem unter www.badhomburg2030.de zu erreichen. Die Plattform soll dazu beitragen, dass sich die Einwohnerinnen und Einwohner von Bad Homburg aktiv an der Gestaltung ihrer Stadt beteiligen können und so die Weichen für eine bessere Zukunft stellen. Zwei unterschiedliche Beteiligungsformen begleiten diesen Prozess. In den ersten Tagen kamen bereits über 100 Ideen zusammen. 

„Die bereits zu Beginn hohen Beteiligungszahlen zeigen, dass wir hier ein attraktives, zielgruppengerechtes Angebot geschaffen haben. Wir sind auf die weiteren Beiträge gespannt“, so Marlies Bodinger, Projektleiterin bei der wer|denkt|was GmbH.

Im Rahmen des ersten Online-Dialogs können Bürgerinnen und Bürger ihre Ideen, Vorschläge und Anregungen direkt auf einer digitalen Stadtkarte verorten, und somit aufzeigen, wo es Verbesserungspotenziale gibt. Ergänzt wird diese kartenbasierte Beteiligung durch zahlreiche Veranstaltungen vor Ort, wie Stadtteildialoge oder Workshops mit Expertinnen und Experten.

Im zweiten Stadtforum, das am 08.12. diesen Jahres starten wird, haben die Bad Homburger dann die Möglichkeit, von der Stadtverwaltung erarbeitete Zukunftsbilder und Szenarien für Bad Homburg 2030 zu kommentieren und ihre Einschätzungen abzugeben. Durch verschiedene Veranstaltungen, bei denen Strategien für Bad Homburgs Zukunft vorgestellt und diskutiert werden, wird die textbasierte Online-Beteiligung abgerundet.
Am Ende des einjährigen Stadtdialogs steht dann der Entwurf des Stadtentwicklungskonzepts Bad Homburg 2030, in welchem die gemeinsam erarbeiteten Zukunftsbilder für Bad Homburg vorgestellt werden.

 

 

IMG_20170612_140905

Experte im Europäischen Jugendparlament

Im Juni bereicherte die wer|denkt|was GmbH mit einem Expertenvortrag die National Selection Conference des Europäischen Jugendparlament. Projektleiter Tobias Vaerst diskutierte im Rahmen der Thematik “Digital Dialogue” mit rund 100 Jugendlichen aus ganz Europa die Einsatzmöglichkeiten digitaler Kommunikationsmittel in Bürgerbeteiligungsprozessen.

Der gemeinnützige Verein Europäisches Jugendparlament in Deutschland e.V. bietet gemeinsam mit dem europäischen Dachverband Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Möglichkeit, einen Einblick in die politischen Prozesse Europas zu bekommen. Ziel des jährlich stattfindenden Schulwettbewerbs ist es, Interesse an politischen Themen zu wecken, die Jugendlichen an politischen Themen Europas zu beteiligen und deren Potentiale und Fähigkeiten zu fördern. So befassten sich die Finalteilnehmenden des diesjährigen Europäischen Jugendparlaments, welches vom 11. bis zum 16. Juni 2017 unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Volker Bouffier in Wiesbaden stattfand, eine Woche lang mit den Auswirkungen der Digitalisierung auf den europäischen Wirtschaftsraum.

3_Vaerst

Mit dem Vortrag “Digital Citizen Participation – Improving Communication Between Citizens and Municipalities?” beteiligte sich die wer|denkt|was GmbH in diesem Jahr an der Veranstaltung. Im Rahmen des Schwerpunkthemas „Digital Dialogue“ referierte Projektleiter Tobias Vaerst über die Möglichkeit der Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern mithilfe unterschiedlicher Kommunikationsmittel. Dabei stellte er die These auf, dass die Beschaffenheit und Kommunikationsstruktur von Social Media-Kanäle nicht für politische Beteiligung geeignet sind. In der anschließenden Diskussion setzten sich die Jugendlichen differenziert mit der Thematik auseinander. Während einige der Jugendlichen aufgrund persönlicher Erfahrungswerte widersprachen fand die These im gemeinsamen Austausch auch Zuspruch. Kritisiert wurde besonders die mangelnde Sicherheit der sozialen Netzwerke sowie die Filterblase der Algorithmen, welche andere Meinungen einfach ausblenden. Durch die Reflexion des eigenen Medienkonsums und das Ausloten der Reichweite unterschiedlicher Medien wurde ein fruchtbarer Austausch unter den jungen Erwachsenen angeregt. Im Zuge der gemeinsamen Diskussion wurde ebenso das Verhältnis der Jugendlichen zu politischer Partizipation deutlich: während manche schlicht nicht über das Angebot entsprechender Verfahren informiert sind, gaben andere an, dass Lokalpolitik für sie von keinem großen Interesse sei.